Es ist enorm wichtig sich vor der Anschaffung der Pelznasen über ihr Verhalten zu informieren, um ihnen ein harmonisches und  angenehmes Leben zu ermöglichen. Jeder kann das Verhalten seiner Tiere dadurch beeinflussen, dass er die Haltung so optimal wie möglich gestaltet.

 

Rangordnung:

Oft werden Streitigkeiten unter den Ratten der Rangordnung zugeschrieben. Dies kann jedoch auch andere Gründe haben, da es gerade in einem Rudel mit mehreren Tieren nicht immer eine festgelegte Rangordnung geben muss.

Revierstreitigkeiten

Zu Revierstreitigkeiten kann unter anderem eine schlecht durchgeführte Integration führen. Das aggressive Verhalten der Tiere ist meist an einen bestimmten Ort gebunden. Deshalb ist es bei einem ersten Treffen zweier Ratten aus unterschiedlichen Rudeln wichtig darauf zu achten, einen neutralen Ort zu wählen, auf den keines der Tiere einen Revieranspruch erheben kann.

Unterwerfung

Wenn sich eine Ratte vor einem Artgenossen auf den Rücken dreht, ist dies oft eine Abwehrhaltung und muss nicht zwangsweise eine Unterwerfung bedeuten. Hat eine angegriffene Ratte keine Möglichkeit zur Flucht dreht sie sich vor ihrem Artgenossen auf den Rücken und hält Beine, Arme und Zähne zur Abwehr bereit.

Junge Ratten lernen dieses Verhalten im Spiel. Wenn es nicht zu einer ernsthaften Auseinandersetzung kommen soll, werden sich die Ratten bald wieder trennen, wobei die Unterworfene nicht zwangsweise die unterlegene Ratte ist.

Manchmal kann man es beobachten, wie Ratten sich aufstellen. Dies ist keine Abwehrhaltung, sondern kann einen Kampf einleiten. Dieser dauert oft nur wenige Sekunden und die Ratten fügen sich oft Bisse zu. Man sollte nur dazwischen gehen, wenn es zu bösartigen Verletzungen kommen sollte. Die Ratten müssen die Möglichkeit haben ihre Streitigkeiten auszutragen.

Wie einzelne Ratten auf Artgenossen reagieren hängt auch mit ihren bisherigen Erfahrungen zusammen.

 

Schwanzwedeln:

Häufig ist bei Ratten ein Zittern des Schwanzes zu beobachten. Die Ratten möchten damit ihre Unsicherheit ausdrücken. Sie wollen zeigen, dass sie etwas in diesem Moment nicht mögen. Dies ist häufig bei ängstlichen Tieren zu beobachten. Die Ratten sitzen still da und führen nur diese Bewegung aus.

Wenn die Ratten sich dabei bewegen, kann es auch ein Zeichen von Aufregung sein. Dies kommt zum Beispiel vor, wenn sie etwas Neues erkunden, was ihnen nicht gänzlich geheuer ist.

 

Neophobie:

Ratten haben eine gewisse Furcht vor allem, was sie nicht kennen. Diese kann sich auf neues Futter sowie ein ihr unbekannte Gebiet beziehen. Häufig werden diese Sachen dann mit Urin markiert, um andere Rudelmitglieder davor zu warnen.

Ratten sind Gewohnheitstiere. Sie benutzen zum Beispiel markierte Wege immer wieder und stehen auch neuen Einrichtungsgegenständen in ihrem Käfig skeptisch gegenüber.

 

Zähneknirschen:

Bei Ratten ist häufig ein so genanntes Zähneknirschen zu hören. Dies dient dem Abwetzen der Schneidezähne. Es ist ein Zeichen für das Wohlbefinden der Ratte.

Stellt die Ratte dabei allerdings die Nackenhaare auf und nimmt eine Abwehrhaltung ein, dient es auch als Drohgebärde gegenüber Artgenossen, aber auch gegenüber dem Halter.

 

 

Neugierde:

Ratten sind sehr neugierige Tiere. Manche mehr, andere weniger. Neue Gerüche werden interessiert aufgenommen. Dabei wird häufig eine Vorderpfote gehoben oder sich auf die Hinterbeine gestellt. Das Annähern an neuen Gegenständen erfolgt jedoch wieder mit größter Vorsicht, aber dennoch offenkundigem Interesse.

 

Markieren:

Ratten markieren ihr Revier mit Urin. Bei einer Integration kann es zum Beispiel auch vorkommen, dass die neue Ratten mit Urin markiert wird. Dies ist ein ganz natürliches Verhalten. Das Fell der Ratten selbst riecht ebenfalls nach Urin. Dieser Geruch ist jedoch für uns Menschen nicht wahrnehmbar, er signalisiert den anderen Ratten lediglich die Zugehörigkeit zu dem Rudel.

Häufig werden auch die Rattenhalter markiert. Dies ist keinesfalls eine bösartige Geste sondern zeugt von der Zuneigung der Ratte gegenüber „ihres“ Menschen.

 

Nestbau:

Ratten brauchen einen Rückzugsort, der ihnen Sicherheit bietet. Aus dem Material, das wir ihnen zur Verfügung stellen bauen sie sich Nester. Das gehört zu dem natürlichen Verhalten der Ratten.

Der Hygiene halber sollte das Nestmaterial allerdings regelmäßig ausgetauscht werden.

 

Bissige Ratten:

Häufig hört man davon, dass Halter von ihren Ratten gebissen werden. Dies bekundet meist eine Unsicherheit. Es kommt häufig vor, wenn die Ratten den Halter nicht kennen und ihr Revier vor ihm Verteidigen wollen.

Der genaue Grund für das Beißen kann von Ratte zu Ratte sehr unterschiedlich sein. Manchmal führen unbewusste Fehler im Umgang mit der Ratte dazu, dass man von ihnen gebissen wird. Das endet nicht selten blutig.

Ein großer Fehler, den man bei einem Biss nie machen sollte, ist das Zurückziehen der Hand, da die Ratte sonst genau das erreicht hat, was sie erreichen wollte. Man sollte die Hand still liegen lassen und warten bis die Ratte davon ablässt. Einer bissigen Ratte sollte man niemals einen Finger vor die Nase halten. Besser ist der Handrücken, da er am wenigsten Angriffsfläche bietet. Wer unsicher ist, kann sich mit einem Handschuh schützen. Diesen kann man mit dem Einstreu der Ratten einreiben um zu vermeiden, dass sich die Ratte davor fürchtet. Bevor man sich einer bissigen Ratte nähert, sollte man sich dringend die Hände waschen. Ratten reagieren stark auf Gerüche und können schon einmal einen Finger mit einem Stück Apfel verwechseln, wenn man danach riecht. Wenn die Ratte sich an den Handschuh gewöhnt hat, kann man ihn auch versuchen wegzulassen. Um auf Nummer sicher zu gehen kann man die Hand auch noch einmal mit dem Einstreu einreiben, so dass sich die Ratte langsam an den Geruch des Halters gewöhnen kann.

Die Ratte zu etwas zu zwingen wird meist mit noch mehr Misstrauen belohnt. Deshalb sollte man die Ratte nie versuchen zwanghaft an sich zu gewöhnen, sondern langsam und mit Geduld vorgehen. Die Ratten haben wie schon erwähnt eine grundlegende Abneigung gegen alles Neue, also auch gegen den neuen Halter.

Allerdings muss auch oft das Wesen der Ratte berücksichtigt werden. Es gibt viele Ratten, die niemals richtig zahm werden, andere entwickeln sich zu richtigen Kuscheltieren. Das kann von Ratte zu Ratte unterschiedlich sein und man sollte eine Ratte, wie schon erwähnt, nie zu etwas zwingen.

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