Wenn einem die Ratte krank erscheint ist ein Tierarztbesuch natürlich unerlässlich. Um einen geeigneten Tierarzt zu finden braucht es häufig viele Anläufe. Der Tierarzt sollte Erfahrungen mit Ratten haben und man sollte sich dort mit seinen Nasen gut aufgehoben fühlen.

Hier eine kleine Übersicht über einige Krankheiten, die bei Ratten recht Häufig vorkommen. Es sind natürlich längst nicht alle und von einer Eigendiagnose ohne tierärztliche Begutachtung ist stets abzuraten.

Tumor:

Eine sehr häufige Erkrankung der Ratten ist der Tumor. Es handelt sich um Gewebe, dass nicht mehr durch Kommunikation mit den anderen Zellen des Körpers verbunden ist und sich selbstständig und oft ungehindert vermehrt.

Tumore sind häufig in Form von kleinen Knubbeln (Abszessen) zu erkennen. Sie befinden sich häufig im Achselbereich, wo die Lymphknoten liegen. Sie treten aber oft auch unentdeckt in Organen, wie Magen, Gebärmutter oder auch dem Gehirn auf.

Teilweise sind die Tumore operabel und gutartig. Das heißt sie sind nur auf eine Stelle begrenzt und streuen nicht, verteilen sich also nicht über den kompletten Körper. In einigen Fällen allerdings ist der Tumor inoperabel und es bleibt nur eine mögliche Behandlung mit Antibiotika, Vitamin B und Cortison. Im schlimmsten Fall muss die Ratten durch den Tierarzt von ihren Leiden erlöst werden.

 

Mykoplasmose:

Diese Krankheit ist bei Ratten sehr häufig und wird durch Bakterien ausgelöst, die die Atemwege besetzen, den Mykoplasmen. Die Ausscheidungen der Bakterien greifen das Lungengewebe an und führen zu einer langsamen Zerstörung der Lunge. Hörbare Atemgeräusche und Luftnot können die Folge sein. Nicht selten greifen Mykoplasmen auch auf das Herz über. 

Die Erreger gelangen durch Tröpfchenübertragung von der einen zur anderen Ratte und sind für den Menschen nicht gefährlich. Der Ausbruch der Krankheit kann sich über mehrere Monate bis auch Jahre hinauszögern. Stress, schlechte Haltungsbedingungen oder ein hohes Alter können Auslöser für den Ausbruch der Krankheit sein.

Durch Antibiotika und Schleimlöser kann ein Fortschreiten der Infektion hinausgezögert werden. Eine Heilung ist jedoch nicht möglich. Viele Ratten können sehr gut und recht lange mit der Krankheit leben, vorausgesetzt natürlich sie wird entsprechend behandelt.

 

Hinterhandlähmung:

Dies kommt gerade bei älteren, schwereren Böcken sehr häufig vor. Man erkennt es daran, dass die Tiere ihre Hinterbeine sichtlich hinterher ziehen.

Oft können sie recht gut damit leben, man kann sie aber auch unterstützen, indem man den Käfig durch Hängematten absichert und ihnen (wie bei alten Ratten generell nötig) Leitern zur Verfügung stellt.

 

Gleichgewichtsstörungen:

Bei Ratten, bei denen man Gleichgewichtsstörungen vermutet kann es einige Ursachen geben. Ein Grund kann zum Beispiel eine Mittelohr- oder Hirnhautentzündung sein. Auch ein  Tumor im Gehirn kann ein Grund für das Schwanken der Ratte sein.

Meist wird es mit Antibiotika, Cortison und Vitamin B behandelt. Es ist nicht immer heilbar und manchmal bleibt ein so genannter "Schiefkopf" zurück.

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