Viele Leute suchen gezielt nach Ratten von Züchtern oder können den süßen Knopfaugen in den Zoohandlungen einfach nicht widerstehen. Doch diese Formen des Kommerz haben auch gewisse Nachteile.

Zoohandlung:

Die Ratten, die in den Meisten Zoohandlungen erhältlich sind stammen von Vermehrern im großen oder auch kleinen Stil, die Ratten wie am Fließband "produzieren".

Die Tiere leben meist unter nicht all zu guten Bedingungen, also zum Beispiel in zu kleinen Käfigen. Häufig werden sie nicht rechtzeitig nach Geschlechtern getrennt, so dass oft viel zu junge Ratten trächtig werden und viele bei Komplikationen sterben.

Die Schaukasten in den Zoohandlung sind meist viel zu klein und nicht selten haben die Mitarbeiter dort nicht den blassesten Schimmer, was die Haltung der Pelznasen angeht.

Werden die kleinen süßen Ratten zu groß und die Chance sie zu verkaufen sinkt, enden sie meist als Schlangenfutter.

Der Kauf eines solchen Tieres unterstützt diese Vorgehensweise und ist meiner Meinung nach nicht vertretbar.

Züchter:

Viele Züchter werben damit Ratten anzubieten, in deren Linie keinerlei Tumore oder oder andere Rattenspezifische Krankheiten aufgetreten sind.

Das Problem ist leider, dass es kaum Ratten gibt, die nicht in hohem Alter irgendwelche Krankheiten bekommen. Um so etwas auszuschließen, müsste man Versuche mit einigen nicht verwandten Ratten machen, um wirklich Ratten mit "guten" Genen zu erwischen.

Ratten werden in der Natur kaum älter als ein allerhöchstens zwei Jahre. Sie erreichen also in Menschenhand ein geradezu episches Alter. Dabei sind Krankheiten einfach vorprogrammiert und durch Züchtungen kaum zu beeinflussen.

Häufig kommt es auch vor, dass so genannte "Hobbyzüchter" sich mit ihrer Kapazität übernehmen und ihnen die Rattenanzahl über den Kopfwächst. In diesen Fällen enden die "geliebten" Pelznasen oft als Schlangenfutter.

Gerade bei unseriösen Züchtern sind die Haltungsbedingungen nicht immer optimal und es kann zu Verhaltensstörungen der Ratten kommen.

Es gibt so viele Ratten, die in Tierheimen und und anderen Auffangstationen auf ein neues Zuhause warten, dass es nicht nötig ist, noch mehr von ihnen zu "produzieren", die dann das gleiche, wenn nicht sogar ein schlimmeres Schicksal ereilt.

Natürlich ist man nicht automatisch davor gefeit aus dem Tierheim genau solche Tiere zu bekommen, die ursprünglich aus Zoohandlungen oder von einem Züchter stammen, aber man unterstützt damit nicht den Züchter selbst, sondern hilft den Ratten und auch den Tierheimen.

 

Diese Texte basieren auf meiner eigenen Meinung. Es ist jedem selbst überlassen, wie er zu diesen Dingen steht.

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